Armin T. WegnerGeboren am 16. 10. 1886 in Elberfeld, gestorben am 17. 5. 1978 in Rom. Studierter Jurist, Schriftsteller und Jurist. Als prägend empfand er für sich die pazifistischen, sozial-engagierten und frauenemanzipatorischen Ansichten seiner Mutter Marie geb. Witt. Nach Abitur und Studium promovierte er 1914 zum Thema „Der Streik im Strafrecht“. Im Ersten Weltkrieg wurde er 1916 Augenzeuge des Völkermordes an den Armeniern, was ihn literarisch nachhaltig beeinflusste. Als Menschenrechtsaktivist und politisch Linker (zeitweilig in der KPD) wurde er bald aus dem Amt als Redakteur der in Verbindung mit dem Außenministerium herausgegebenen Zeitschrift „Der neue Orient“ entlassen. Verheiratet mit der jüdischen Schriftstellerin Lola Landau verfasste er im April 1933 die „Warnung“ an Adolf Hitler, um so entschieden gegen die Aussperrungen von Juden zu protestieren. Das Schreiben brachte ihm Verhaftung und Misshandlungen in Konzentrationslagern (u. a. Börgermoor) ein. Seine KZ-Jahre 1933-1934 sind in einem veröffentlichten Briefwechsel der Eheleute dokumentiert. Mit Armin T. Wegners Flucht ins italienische Exil, während Lola Landau sich entschloß nach Palästina auszuwandern, trennten sich ihre Wege. Die Gründung einer Armin T. Wegner-Gesellschaft ist für Ende des Jahres 2001 in Wuppertal geplant. Werke: Welt vorbei. Die KZ-Briefe 1933/34 (mit Lola Landau, u.a. aus Börgermoor), Berlin 1999 – Fällst du, umarme auch die Erde oder Der Mann, der an das Wort glaubt. Prosa, Lyrik, Dokumente, Wuppertal 1974 (enthält eine 70seitige Bibliographie der Veröffentlichungen von und über Armin T. Wegner, zusammengestellt von Hedwig Bieber). |