Dr. Johannes Bernhard DiepenbrockGeboren am 25. 2. 1796 in Everswinkel in Westfalen, gestorben 1884 in Lingen. Johannes Bernhard Diepenbrock gilt vielen als der Vater der emsländischen Geschichtsschreibung. Seine „Geschichte des vormaligen münsterschen Amtes oder des jetzigen hannoverschen Herzogtums Arenberg-Meppen“ (786 Seiten) erschien erstmals 1838 in Münster, wurde 1885 bei van Acken in Lingen neu aufgelegt, 1962 als fotomechanischer Neudruck bei Mehren und Hobbeling in Münster. Diepenbrock studierte Philosophie und Theologie an der Universität in Münster, wo er später auch die Ehrendoktorwürde erhielt. Nach seinem Studium war er als Oberlehrer in Meppen tätig und war von 1820 bis 1827 Rektor der Gymnasialkirche. Bis 1845 blieb er Oberlehrer am Gymnasium, wurde dann von 1845 bis 1851 als Pfarrer nach Quakenbrück berufen. 1851 wurde er Pfarrer der St.-Bonifatius-Kirche in Lingen und Dechant des Dekanates Lingen. 1854 gründete er das Bonifatius-Krankenhaus in Lingen. Werke:
Geschichte des vormaligen
münsterschen Amtes Meppen oder des jetzigen hannoverschen Herzogthums
Arenberg-Meppen, Münster 1838 – Historische Nachrichten über die Stadt
Meppen und das Emsland von 1252 bis 1678, in: Hand- und Notizkalender auf das
Jahr Christi 1831, Meppen 1831. Erwähnungen
in: Hans Kraneburg:
Festschrift zur 600-Jahr-Feier der Stadt Meppen, Münster 1960 – Handbuch
des Bistums Osnabrück, Osnabrück 1968 – Raßmann: Nachrichten aus dem
Leben und den Schriften münsterländischer Schriftsteller des achtzehnten und
neunzehnten Jahrhunderts, Münster 1866 – Johannes Rüschen: Emsländische
Lebensbilder aus vergangener Zeit, Bremen o. J. – Birgit Harren und Hubert
Scholübbers: Allgemeine Bibliographie über den Raum Emsland/Grafschaft
Bentheim bis 1982, Sögel 1988. Diepenbrock wird in zahlreichen historischen
Arbeiten zitiert. Veröffentlichungen
über Dr. Johannes Bernhard Diepenbrock: Johannes
Rüschen: Emsländische Lebensbilder aus vergangener Zeit, Bremen o. J. Eine
Zusammenfassung weiterer Titel wäre wünschenswert. Sammlungen: |