Elisabeth Specker-TjadenGeboren am 9. 3. 1885 in Brual, gestorben am 26. 12. 1939 in Haltern. Elisabeth Specker-Tjaden entstammt einer Lehrerfamilie. Pädagogische Ausbildung an einer höheren Mädchenschule im westfälischen Ahaus. 1905 bis zu ihrem Tod 1939 unterrichtete sie in Haltern. Während ihre literarischen Werke weitgehend in Vergessenheit geraten sind, wird ihr Andenken durch ihre nationalsozialistische Vergangenheit erheblich verdunkelt. Schon zur Zeit der Machtübernahme durch die NSDAP stellte sie sich und ihre literarische Arbeit in den Dienst der Nazis und deren Propagandaapparat. Mitläuferin oder Missbrauchte? Auf Lesungen und Heimatabenden im Emsland und Westfalen vertrat sie Thesen wie: „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!“, schloß-Vorträge mit Sieg-Heil-Rufen und Hochrufen auf den Führer und animierte zum Absingen des Horst-Wessel-Liedes. Sie war befreundet mit der völkischen Lyrikerin und Antisemitin Maria Kahle (1891-1975). Werke:
Kinder der Heide,
Papenburg 1913 – Veröffentlichungen
in: Eine verhängnisvolle
Stephanus- und Fastnachtsfeier. Erzählung aus dem emsländischen Bauernleben,
in: Niedersachsen 15/1910 – Die Mai- und Pfingstfeiern im Münster- und
Emslande, in: Niedersachsen 16/1910-11 – Harm Stiemens Tunschere, in:
Niedersachsen 16/1910-11 – Des Heidesohnes Heimkehr, in: Niedersachsen
17/1911 – Hüttengeeskes Einzelkind. Skizzen aus dem Emsland, in:
Niedersachsen 18/1913 – Was mir der Hünenstein erzählt, in: Heimatkalender
Kreis Meppen 1/19125 – Das soziale Moment in Karl Wagenfelds Schaffen, in:
Westfälische Jugend/Münster – Up Riesen gaohn. N´ paor Beller ut verläden
Tiden, in: Volkstum und Heimat 1929. Erwähnungen
in: Ems Zeitung –
Meppener Tagespost – Westfälisches Autorenlexikon, Bd. 3, Paderborn 1997
– Veröffentlichungen
über Elisabeth Specker-Tjaden: Heimatabend
der NS-Frauenschaft. Die Heimatdichterin Specker-Tjaden als Gast, in: Ems
Zeitung 23. 8. 1934. – Elisabeth-Specker-Tjaden, in: Mein Emsland, 1/1939
– E. Egbring: Was uns Specker-Tjaden gibt, in: Mein Emsland 2/1939. Sammlungen: Westfälisches Literaturarchiv Hagen. |