Ester RabinGeboren am 25. 9. 1889 in Papenburg, gestorben am 14. 4. 1978 in Haifa. Ester (auch Else) Rabin, geb. Hes, stammt aus einer im Papenburger Raum alteingesessenen jüdischen Familie. Ihr Vater betrieb hier eine Textilwarenhandlung. 1896 zog die Familie nach Breslau, um den Töchtern bessere Ausbildungschancen zu ermöglichen. Hier studierte Ester nach dem Abitur Literatur, Geschichte und Philosophie und promovierte 1913. Sie arbeitete fortan als Dozentin und Literatin und war aktiv in der zionistischen Bewegung. 1935 emigrierte sie mit ihrem Mann, dem Rabbiner Dr. Israel Abraham Rabin, nach Palästina, wo sie sich als Mitglied der jüdischen Abgeordnetenversammlung politisch engagierte. Von ihren drei Kindern verstarb der erste Sohn bereits im Kindesalter. Zu ihrem literarischen Schaffen zählen ihre Autobiographie „Schattenbilder“, in der sie ein liebevolles Erinnerungsbild an ihre Kindheit in Papenburg zeichnet, zahlreiche Zeitungsbeiträge sowie Beispielerzählungen, Märchen und Romane für Kinder und Jugendliche. Werke: Schattenbilder,
Givatayim 1975 – Die Frage. Ramat Gan/Israel 1970. etc. Veröffentlichungen
in: Eissing, Uwe: Die jüdische
Gemeinde Papenburg-Aschendorf im Spiegel der Zeit (enthält Auszüge aus Ester
Rabins „Schattenbilder“ über Papenburg um die Jahrhundertwende).
Papenburg 1987 – Jüdisches Fest, Jüdischer Brauch (enthält von Ester
Rabin den Abschnitt „Das jüdische Haus“). NA 1997. Veröffentlichungen über Ester Rabin: Dinges, Astrid: Individuelles Handeln in der Interaktion mit gesellschaftlicher Entwicklung. Eine pädagogische Studie als Beitrag zur Biographieforschung (Promotion, bei der Biographie und Werk von Ester Rabin beispielhaft den Gegenstand der Untersuchung bildet; enthält zahlreiche Textauszüge aus z. T. unveröffentlichten Werken sowie Bibliographie), Frankfurt 1996 – Wall, Renate: Lexikon deutschsprachiger Schriftstellerinnen im Exil 1933 bis 1945, Bd. 2, Freiburg 1995. Susanne Brandt: "Wir trennten uns von Papenburg mit bitteren Tränen" - Jüdische Wissenschaftlerin Ester Rabin 1889 als "Else Hes" in der Kanalstadt geboren - 1978 in Haifa verstorben. Ems Zeitung, 5. November 2002. |