
Levin
Schücking
Geboren am 6. 9.
1814 in Meppen, gestorben am 31. 8.
1883 in Bad Pyrmont. Levin Schücking war der älteste Sohn des
arenbergischen Amtmanns, Richters und Autors Paulus Modestus Schücking ( geb.
13. 3. 1787, gest. 16. 6. 1867 in Bremen) und dessen Ehefrau Catharina Busch
(geb. 6. 1. 1791, gest. 2. 11. 1831 in Sögel). Levin Schücking verbrachte
seine Kindheit vom ersten bis zum 14. Lebensjahr (1815-1829) im emsländischen
Sögel im Marstall des Schlosses Clemenswerth (Amtshaus und gleichzeitig
Wohnhaus der Schückings bis 1829. Danach zog die Familie in den neuerbauten
Ludmillenhof.) Nach der Schulbildung durch Privatlehrer besuchte Levin Schücking
nacheinander das Gymnasium Paulinum in Münster und das Carolinum in Osnabrück.
Anschließend absolvierte er ein Studium der Jurisprudenz an den Universitäten
in München, Heidelberg und Göttingen. Im Frühjahr 1830 traf Schücking
erstmals in Münster mit Annette von Droste-Hülshoff zusammen, die mit seiner
Mutter Catharina eng befreundet war. Nach dem frühen Tod der Mutter (1831)
und der Entlassung des Vaters aus dem Staatsdienst 1837 (s. unter Paulus
Modestus Schücking) bemühte sich die Droste um die weitere Entwicklung des
hoffnungsvollen Studenten, der allerdings schon früh ein ausgeprägtes
Selbstbewusstsein an den Tag legte. Ab 1838 veröffentlichte Levin Schücking
seine ersten literarischen Gehversuche in der von Karl Gutzkow (1811-1878)
redigierten Zeitschrift Telegraph für Deutschland aus dem Verlag Hoffmann und
Campe. 1840/41 erschien sein erstes größeres Werk „Das malerische und
romantische Westphalen“, das bis heute immer wieder neu aufgelegt wird.
Mitgearbeitet an diesem Buch haben Ferdinand Freiligrath (nur anfangs) und
Annette von Droste-Hülshoff, die bes. Gedichte und Balladen lieferte.
Gleichzeitig entstand Schückings erste Shakespeare-Übersetzung. Gemeinsam
mit Friedrich Engels (1820-1895) unternahm er erste Versuche das dichterische
Werk der Droste-Hülshoff einer größeren Leserschaft bekannt zu machen,
nachdem deren erster Gedichtband (1838) in den Regalen liegengeblieben war.
1841 bis 1842 war Schücking als Bibliothekar beim Freiherrn von Lassberg in
Meersburg am Bodensee tätig. In dieser Zeit vertiefte sich die Beziehung zur
Droste, die zur gleichen Zeit auf der Meersburg zu Besuch bei ihrer Schwester
war. Diese gemeinsamen Monate auf der Meersburg gelten als die literarisch
produktivsten Jahre der Annette von Droste-Hülshoff, wobei Schücking sie
immer wieder zur Produktion aufforderte und sich zunehmend als ihr Promotor
betätigte. Sämtliche Erst-Veröffentlichungen der Droste in dieser Zeit und
auch später gehen auf die Vermittlertätigkeit Schückings zurück. Schückings
eigener literarischer Aufstieg kann uneingeschränkt kometenhaft genannt
werden. Die Erfolgslisten der Leihbibliotheken aus der Mitte des 19.
Jahrhunderts wiesen ihn neben Friedrich Wilhelm Hackländer (1816-1871) und L.
Mühlbach als den meistgelesenen Autor aus. Hinzu kam die heute unüberschaubar
große Anzahl Veröffentlichungen und Vorabveröffentlichungen in den
Feuilletons der führenden deutschen Blätter (wie Kölnische Zeitung,
Allgemeine Zeitung/Augsburg, Cottas Morgenblatt, Telegraph, Westermanns
Monatshefte, Die Gartenlaube, usw.). Zeitgenossen sprachen vom berühmten Schücking,
der gleichzeitig auch noch zu einem der führenden und gefragten deutschen
Kulturkritiker wurde. Selbst Dichtergrößen wie Heinrich Heine (1797-1856)
suchten seine Protektion. Schücking gelang früh der Zugang zur deutschen und
europäischen Presse und den literarischen und journalistischen Größen
seiner Zeit. Ja, er gehörte selbst zu ihnen. In vielen seiner
Romane beschrieb Schücking die Menschen seiner emsländischen und westfälischen
Heimat (Die Ritterbürtigen, Wippinger Thekla). Von ausschlaggebender
Bedeutung für Schückings Karriere als Literat, Journalist und gefragter
Literaturkritiker war seine frühe Bekanntschaft mit Karl Gutzkow. Dieser
hatte das herausragende Talent Schückings erkannt und stand zielstrebig am
Anfang der literarischen Entwicklung Schückings. Gutzkow schlug Schücking
sogar die Übernahme der Redaktion des Telegraphen vor, die dieser aber
ablehnte. 1843 trat Schücking dann eine Redakteursstelle
im Feuilleton der Allgemeinen Zeitung in Augsburg an, wechselte 1845
zur Kölnischen Zeitung. Hier, in der Domstadt, wurde sein Heim zu einem
bekannten Treffpunkt der deutschen Literaten. Schücking baute das Feuilleton
der Kölnischen Zeitung aus, traf sich in dieser Zeit mehrmals mit Heinrich
Heine in Paris und wurde von seinem Verleger mehrfach als
Auslandskorrespondent zu den Brennpunkten europäischer Politik ins Ausland
geschickt. Beispielsweise war er 1848/49 Beobachter der Nationalversammlung in
der Frankfurter Paulskirche. Neben Paris besuchte er mehrfach Rom, London und
Neapel. Von 1836 bis zu seinem Tode 1883 schuf Schücking, dessen Werke ins
Englische, Italienische, Niederländische und Ungarische übersetzt wurden,
fast 200 Romane, Novellen, Dramen, wissenschaftliche Werke, in seiner Frühzeit
auch zahlreiche Gedichte, und unzählige Zeitungsbeiträge und Rezensionen.
Herausragende Romane, die immer wieder neu aufgelegt wurden, waren u. a.: Die
Ritterbürtigen (1846), Der Bauernfürst (1851), Paul Bronckhorst (1858), Die
Marketenderin von Köln (1861). Robert Prutz nannte Schücking 1859 in seiner
Kritik in „Die deutsche Literatur der Gegenwart“ einen
großen Literaten, einen Meister des Details, und bezeichnete Schückings
„Ritterbürtige“ als einen der besten deutschen Romane. Im Brockhaus hieß
es ab 1854: „Die Romane Schückings gehören anerkanntermaßen zu den
besten, welche die deutsche Literatur hervorgebracht hat.“ Noch größere
Anerkennung fanden später Schückings Novellen. Mehrfach brachten große
Verlage wie Brockhaus Schückings Gesammelte Werke oder Ausgewählte Werke in
mehreren Bänden (1864, 1866 und 1874) heraus. Zwei Jahre nach seinem Tod
erschienen seine unvollendetenen Memoiren, die zu Lebzeiten kurz vor seinem
Tod bereits in den Westermanns Monatsheften vorabgedruckt worden waren. Schücking betätigte
sich auch als Dramatiker mit wechselhaftem Erfolg. 16 Dramen, von denen er
einige nachträglich zu Romanen und Novellen umarbeitete, sind bekannt. Bei
der Stoffwahl in seinen Werken zeigte er sich vor allem als Historiker mit
fundierten Kenntnissen und bewies stets schöpferische und dichterische
Phantasie. Während einige Romane Schückings bis auf den heutigen Tag immer
wieder neu aufgelegt werden, gerieten seine Dramen bald in Vergessenheit.
Dennoch, so Raßmann 1937 in seiner Dissertation „Das dramatische Schaffen
Levin Schückings“ zeugten sie von einer genialen Wesensschau und von einer
intuitiv gestaltenden dramatischen Schöpferkraft, die nur wahren Dichtern,
aber nicht bloßen Schriftstellern eigen sei. Schücking gebührt
das Verdienst, die Werke der Annette von Droste-Hülshoff in die deutsche
Literatur eingeführt zu haben. Er war es, der die erste Droste-Rezension
(1838) schrieb und 1862 die erste Droste-Biographie veröffentlichte, später
auch deren Gesammelte Werke erstmals herausgab und kommentierte. Er sorgte für
die Erstveröffentlichungen (s. o.) der Droste in zahlreichen mitteleuropäischen
Zeitschriften durch seine journalistischen und verlegerischen Kenntnisse (u.
a. ist die Bearbeitung und Erstveröffentlichung der „Jugendbuche“ bei
Cotta auch von Schücking), übernahm sogar die Honorarverhandlungen, und
regte die Droste immer wieder zu literarischen Höhenflügen an. Die heutige
Droste-Forschung ist sich weitgehend einig, dass es ohne Levin Schücking das
überlieferte Droste-Werk nicht gäbe, Schücking habe „die Droste
gemacht...“ Nach der Heirat Schückings mit der damals ebenfalls recht
bekannten Literatin Louise von Gall (1843) und dem Erscheinen seines
kritischen Romans Die Ritterbürtigen (1846) kam es zum Bruch zwischen der
Droste und Schücking. Levin Schücking
siedelte 1852 nach Beendigung seiner Redakteurstätigkeit bei der Kölnischen
Zeitung mit seiner Familie, zu der inzwischen vier Kinder gehörten, ins westfälische
Sassenberg über. Hier hatte er zuvor von Verwandten das von J. Conrad Schlaun
erbaute „Haus Schücking“ gekauft, das sich bis heute in Familienbesitz
befindet. In der Abgeschiedenheit der westfälischen Landschaft wollten Levin
Schücking und seine Gattin Louise weitere gemeinsame literarische Pläne
verwirklichen, zu denen es auch kam. Jedoch starb Schückings Ehefrau am 16. März
1855. Schücking, der in seiner Sassenberger Abgeschiedenheit seine Kontakte
zur deutschen Literaturbühne nie abreißen ließ, verlegte nun seinen
Wintersitz nach Münster und reiste erneut in die großen Städte Europas,
vornehmlich immer wieder nach Rom. Als berühmter Autor und Journalist erfuhr
Schücking manche Ehrung. So verlieh ihm die Universität Gießen den
Ehrendoktortitel, er war Inhaber des herzoglich-sächsischen Verdienstkreuzes
für Kunst und Wissenschaft sowie des Ritterkreuzes 1. Klasse des großherzoglich-hessischen
Ordens. Levin Schücking
setzte sich bereits Anfang der 40er im 19. Jahrhundert öffentlich für die
Emanzipation der Frauen ein, Pressefreiheit und gegen die Verschwendung auf
den deutschen Adelshöfen. Für seinen deutschlandweiten Einsatz für die
Vollendung des Kölner Doms wurde er zum Ehrenmitglied des Kölner
Dombauvereins ernannt. Viele Straßen und Plätze in Deutschland wurden nach
ihm benannt, und seit 1997 gibt es in seinem Heimatort Sögel ein Schücking-Museum
mit Forschungsarchiv. Werke:
Das malerische und romantische Westphalen, Leipzig/Barmen 1841 –
Der Dom zu Köln und seine Vollendung, Köln 1842 – Das Stiftsfräulein,
1842, o. O. – Ein Schloß am
Meer, Leipzig 1843, - Günther von Schwarzburg, Augsburg 1843 – Gedichte, Tübingen,
1846 – Novellen (Der Syndikus von Zweibrücken. Nur keine Liebe. La Fleur.
Das Banquet auf Chicksand Castle. Ein Gemsenabenteuer. Der Familienschild.
Wein- und Liebeshandel. Großkinder.), Pest/Leipzig 1846 – Die Ritterbürtigen,
Leipzig 1846 – Eine dunkle That, Leipzig 1846 – Eine Römerfahrt, Koblenz
1848 - Heinrich von
Gagern, Köln 1849 – Ein Sohn des Volkes, Leipzig 1849 – Der Bauernfürst,
Leipzig 1851 – Faustina, Köln 1852 – Die Königin der Nacht, Leipzig 1852
– Familienbilder (mit Louise von Gall), darin v. Schücking: Ein berühmter
Mann. Die Tochter des Hauptmanns. Ein Hochzeitstag, Leipzig 1854 –
Familiengeschichten (Die Wilddiebin. Die Kegelbahn.), Leipzig, 18564 – Ein
Redekampf in Florenz, Berlin 1854 – Ein Staatsgeheimnis, Leipzig, 1854 –
Welt und Zeit. Aus dem Nachlaß eines russischen Diplomaten, Berlin 1855 –
Geneanomische Briefe, Frankfurt 1855 – Eine Eisenbahnfahrt durch Westphalen,
Leipzig 1855 – Der Held der Zunkunft, Leipzig
1855 – Von Minden nach Köln, Leipzig 1856 – Die Sphinx, Leipzig 1856 –
Der Sohn eines berühmten Mannes, Leipzig 1857 – Günther von Schwarzburg,
Leipzig 1857 - Paul Bronckhorst,
oder die neuen Herren, Leipzig 1858 – Die Rheider Burg, Prag 1859 – Bilder
aus Westphalen, Elberfeld 1860 -
Eines Kriegsknechts Abenteuer, Leipzig 1861 – Die Geschworenen und ihr
Richter, Hannover 1861 – Die Marketenderin von Köln, Leipzig 1861 –
Hieronymus Bonaparte, weiland König von Westphalen, Hamburg 1861 –
Hauschronik der Familie Schücking, Hamm 1861 – Die Novizen, Berlin 1862 –
Annette von Droste. Ein Lebensbild, Hannover 1862 – Der Pandurenoberst,
Potsdam 1862 – Eine Actiengesellschaft, Hannover 1863 – Aus der
Franzosenzeit, Gespenster in den Ardennen, Landeron, Wien 1864 – Aus alter
und neuer Zeit (Das Missverständnis. Die drei Großmächte. Auf einen
Schelmen anderthalben. Wie der Schnee schmolz. Dorly.), Leipzig 1864 –
Frauen und Räthsel, Leipzig 1865 – Eine Künstler-Leidenschaft, Hannover
1867 – Verschlungene Wege (darin: Ein Papenburger Handelshaus. Clemenswerth.),
Hannover 1867 – Schloß Dornegge oder der Weg zum Glück, Leipzig 1868 –
Neue Novellen (Ein gewagtes Spiel. An der Statue des Herkules. Gefährten und
Gefahren.), Berlin 1868 – Die Malerin aus dem Louvre, Hannover 1869 – Jean
Jaques Rousseau. Zwei Episoden aus seinem Leben. Leipzig 1869 – Filigran (C.
Krüger. Der gefangene Dichter. Die Novizen. Die schwarz-weiße Perle. Die
Thurmschwalbe. Pulver und Gold.), Hannover 1872 – Luther in Rom, Hannover
1870 – Deutsche Kämpfe, Leipzig 1871 – Der Kampf im Spessart, Leipzig
1872 – Krieg und Frieden, Leipzig 1872 – Herrn Didiers Landhaus, Hannover
1872 – Wilderich. In der Löwenapotheke, Berlin 1873 – Die Heiligen und
die Ritter, Hannover 1873 – Die drei Freier, Leipzig 1874 – Aus heißen
Tagen, Stuttgart 1874 – Das Capital, Berlin 1875 – Feuer und Flamme,
Stuttgart 1875 – Der Doppelgänger, Stuttgart 1876 – Ein Familiendrama,
Berlin 1877 – Ein Freund in Noth, Stuttgart 1877 – Novellen (Onkel Martins
Vermächtnis. Mephisto. Auf den Felsen. Schuldlos. Das Fahrbillet. Ein
falscher Grundsatz. Die Visitenkarte. Die Nothelferin. An der Statue des
Herkules. Entflohen), Hannover 1877 – Das Erbe von Hornegg, Hannover 1878
– Die Herberge der Gerechtigkeit, Leipzig 1879 – Die Mündel des Papstes,
Leipzig 1879 – Überraschungen, Berlin 1879 – Zwei Novellen (Sclaven des
Herzens. Viola.), Berlin 1879 – Das Recht des Lebenden, Leipzig 1880 –
Seltsame Brüder, Leipzig 1880 – Wunderliche Menschen, Berlin 1881 – Etwas
auf dem Gewissen, Stuttgart 1882 – Alte Ketten, Breslau 1883 – Marienthal,
Berlin 1883 – Märtyrer oder Verbrecher ?, Breslau 1883 – postum:
Heimatlaub (darin: Wippinger Thekla), Herzberg 1884 – Ein
ehrlicher Mann, Berlin 1884 – Große Menschen, Breslau 1884 – Zwei
Novellen (Virago. In dunkler Nacht.), Berlin 1884 – Lebenserinnerungen,
Breslau 1886 – Recht und Liebe, Breslau 1886 – Immortellen, Breslau 1887
– Hart am Rande, Leipzig 1887 – Ein Kulturkämpfer, Berlin 1888 – Der
Familienschild, Kiel 1898 – Pulver und Gold, Leipzig 1900 – Die drei Großmächte,
Hamburg 1907 – Der Dämon, Wiesbaden 1908 – Agathens Geheimnis, Leipzig
1908, Der Schatz des Kurfürsten, Münster 1908 – Die Turmschwalbe, Leipzig
1908 – Der Nachrichter/Husar und Pandur, Saarlouis 1914 – Die drei Freier,
Leipzig 1916 – In den Kasematten Magdeburgs, Donauwörth 1924 – Die
Wippinger Thekla, Werlte 1993 – Dramen: Der
arme Heinrich – Ulrich von Lichtenstein – Richard von Poitou – Adam von
der Kette – Täuschungen – Günther von Schwarzburg – Maria Theresia –
Drei Landesverräter – Faustina – Ein Redekampf in Florenz – Der Sohn
eines berühmten Mannes – Festspiel zur Schillerfeier – Übersetzungen:
Le Sage: Der hinkende Teufel, Hildburghausen 1866 (zahlreiche
Neuauflagen!) – Jean Jaques Rousseau: Bekenntnisse, Hildburghausen 1872. Herausgaben
Levin Schückings: Shakespeares Frauengestalten, Bielefeld 1840 –
Rheinisches Jahrbuch, Köln 1846 – Helvetia, Sage im Spiegel deutscher
Dichtung, Frankfurt 1851 – Italia, Deutsche Dichter als Führer jenseits der
Alpen, Frankfurt 1851 – Welt und Zeit. Aus dem Nachlaß eines russ.
Diplomaten, Berlin 1855 – Letzte Gaben (Droste-Hülshoff), Stuttgart 1861
– Gedichte von Annette von Droste-Hülshoff, Stuttgart 1861 – Gesammlete
Schriften der Annette von Droste-Hülshoff, Stuttgart 1878. Auszeichnungen:
Dr. phil. Ehrenhalber
der Universität Gießen – Ehrenmitglied des Kölner Dombauvereins (1880)
– Herzoglich Sächsisches Verdienstkreuz für Kunst und Wissenschaft –
Ritterkreuz 1. Klasse des Großherzoglich-Hessischen Ordens. Veröffentlichungen
in: Telegraph für Deutschland - Kölnische Zeitung – Allgemeine
Zeitung (Augsburg) – Cottas Morgenblatt – Rhein. Odeon – Rheinisches
Jahrbuch - Erwähnungen
in: (s. auch Droste-Rezeption) - Westfälisches Autoren-Lexikon –
Brockhaus-Lexikon und andere Lexika – Jahrbuch des emsländischen
Heimatbundes – Droste-Jahrbuch – Veröffentlichungen
über Levin Schücking: Klaus Dieckmann: Auf den Spuren einer
literarischen Randnotiz? Ems Zeitung 17. 5. 1997 – Neue wichtige Adresse in
Sögels reichhaltiger Kulturlandschaft. Ems Zeitung 26. 5. 1997 – Kai
Engelke: Von J. W. Goethe bis R. D. Brinkmann. Schücking-Jahrbuch 1998/99 –
Gerd Gepp: Das Land um Sögel im Roman „Die Ritterbürtigen“ von Levin Schücking.
Schücking-Jahrbuch 1999/00 – Gerd Gepp: Der Ludmillenhof in Sögel. Schücking-Jahrbuch
1999/00 – Gerd Gepp: Wie ein Fenster. Schücking-Jahrbuch 1998/99 –
Johannes Hagemann: Levin Schückings Jugendjahre und literarische Frühzeit,
Diss. phil. Münster, 1911 – Johannes Hagemann: Levin Schücking. Der
Dichter und sein Werk. Emsdetten 1959. – Wilhelm Heising: Westfalen in den
Romanen Levin Schückings, Diss. phil. Münster 1926. – H. H. Houben: Karl
Gutzkow und Levin Schücking, in: Westermanns Monatshefte, Bd. 89, 1901. –
Julius Jaeger: Aus den Schülerjahren Levin Schückings, in: Osnabrücker
Monatsblätter, Nr. 5, 1906. – Juliane Karwath: Die Droste. Lebensroman.
Berlin 1929. – Anton Kohnen: Levin Schücking, Dichter und Journalist. Zu
seinem 75. Geburtstag, in: Jahrbuch des Emsländischen Heimatbundes, Bd.
6/1959. – Anton Kohnen: Levin Schücking. Ein vergessener niederdeutscher
Dichter und Journalist, in: Niedersachsen, 1953. – Eugen Kotte: Dichter aus
dem Emsland-Kulturvermittler Schücking, in: Auf Roter Erde/Westf.
Nachrichten, Nr. 261/1985. - Dr.
Olaf Kutzmutz: Jenseits der Droste. Im emsländischen Sögel wurde ein Museum
für Levin Schücking eröffnet. DIE ZEIT, Hamburg 5. 9. 1997. – Dr. Olaf
Kutzmutz: Wo Schücking groß wurde. Westf. Nachr. 24. 5. 1997. –
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.): Als Westfalen lesen lernte.
Katalog zur Ausstellung.Münster 1990. – Holger Lemmermann: Auf dem freien Hümmling,
Sögel 1993. – Holger Lemmermann: Levin Schückings Geburt und Taufe –
nach Briefen seines Vaters. Schücking-Jahrbuch 1998/99. – Holger Lemmermann:
„...die neue Schöpfung aufm Hümmling schreitet immer vorwärts...“, Schücking-Jahrbuch
1999/00. – Johannes Loy: Zu Gast bei Schückings, in: Westf. Nachrichten, Münster
Nr. 189, 15. 8. 1996. – R. C. Muschler: Briefe von Levin Schücking und
Louise von Gall. Leipzig 1928. – N. N.: Ein bedeutender Schriftsteller. Vor
75 Jahren starb Levin Schücking, in: Göttinger Tageblatt, Nr. 192/20. 8.
1958. – N. N.: Neue Göttinger Gedenktafel: Levin Schücking, in: Göttinger
Nachrichten Nr. 21/1934. – Ute Olliges-Wiecorek: Bibliothek als Zeugnis des
Jahrhunderts. Levin Schücking und seine Bücher, in Auf Roter Erde/Westf.
Nachr., Nr. 3/1996. – Kurt Pinthus: Die Romane Levin Schückings. Diss. phil.
Leipzig 1911. – Robert Prutz: Die deutsche Literatur der Gegenwart
(1848-1858), Leipzig 1859. – Joseph Raßmann: Das dramatische Schaffen Levin
Schückings, Diss. phil. Breslau 1937. – Johannes Rüschen: Levin Schücking
wurde von seiner Jugendzeit in Clemenswerth geprägt., in: EZ-Kurier, 13. 12.
1984. – Heimatverein Sassenberg (Hrsg.): Levin Schücking zum 100. Todestag,
Sassenberg 1983. – Manfred Schier: Levin Schücking/Promotor der
Droste-Werke, in: Woesler, Modellfall der Rezeptionsforschung.
Droste-Rezeption im 19. Jh., Bd. II, Frankfurt/M. 1980. – Manfred Schier:
Levin Schücking. Westfälischer Schriftsteller zwischen Tradition und
Emanzipation, in: Literatur in Westfalen. Beiträge zur Forschung, Paderborn
1992. – Manfred Schier: Janusköpfiger westfälischer Autor. Zum 100.
Todestag des Schriftstellers und Kritikers Levin Schücking, in: Auf Roter
Erde, 39. Jg., Nr. 249/1983. – Manfred Schier: Levin Schücking, in:
Westfalen im Bild. Reihe: Westfälische Dichter und Literaten im 19. Jh., Bd.
5, Münster 1988. – Lothar Schöningh: Levin Schücking und Wilhelm
Junckmann als Lyriker, Diss. phil. Münster 1916. – Levin Ludwig Schücking:
Annette von Droste-Hülshoff und Levin Schücking, in: Süddeutsche
Monatshefte, April 1909. – Levin Ludwig Schücking: Ferdinand Freiligrath
und Levin Schücking, in: Deutsche Rundschau, Juni 1910. – Wilhelm Schulte:
Westfälische Köpfe. 300 Lebensbilder bedeutender Westfalen. Biografischer
Wegweiser, Münster 1977. – Erich Schulz: Briefe von Levin Schücking,
Annette von Droste-Hülshoff und Ferdinand Freiligrath, in: Julius Schwering
zum 70. Geburtstag, 1933. – Julius Schwering: Ein Frauenbild aus dem
Lebenskreis Annettens von Droste, in: Auf Roter Erde, Münster Bd. 1 1928. –
Julius Schwering: Levin Schücking, in Westf. Lebensbilder, Münster Bd. 2,
1932. – Ilse Simmermacher: Levin Schückings journalistische Leistung, Diss.
phil. Heidelberg 1945. – Heinz Strickmann: Novelle Die Wippinger Thekla neu
herausgegeben, in: Münsterländische Tageszeitung, Nr. 235/8. 10. 1992. –
Heinz Strickmann: Catharina Busch und Levin Schücking – bedeutende
Literaten des 19. Jahrhunderts, in: Münsterländische Tageszeitung, 2. 10.
1993. – Heinz Strickmann: Schücking-Museum festigt Sögels Ruf als
kultureller Mittelpunkt, in: Münsterl. Tageszeitung, 21. 8. 1996. – Heinz
Strickmann: Schmuckstück für das Museum in Sögel. Schreibtisch von Schücking
wiedergefunden, in: Münsterl. Tageszeitung, 2. 10. 1996. – Heinz
Strickmann: Catharina Schücking war Freundin von Annette von Droste-Hülshoff.
Der in Sögel aufgewachsene Levin Schücking lernte die Droste mit 15 Jahren
kennen, in: Münsterl. Tageszeitung, 21. 6. 1997. – Heinz Strickmann: Schücking-Gesellschaft
auf Spuren von Levin, in: Münsterl. Tageszeitung, 9. 1998. – Heinz Thien:
Das bewegte Leben der Catharina Busch, in: EZ-Kurier 29. 1. 1992 und 5. 2.
1992. – Heinz Thien: Große unübersehbare Haiden bedecken den größten
Teil der Wildniß, in Ems Zeitung 24. 3. 1992. – Heinz Thien: Die Wippinger
Thekla – eine unbekannte Heimatnovelle, in Ems Zeitung, 4. 7. 1992. –
Heinz Thien: Levin Schückings Kindheit und Jugendjahre im Emsland, in:
EZ-Kurier, 28. 9. 1993. – Heinz Thien: Die Ritterbürtigen – nach 147
Jahren als Emslandroman erkannt, in Ems Zeitung, 28. 9. 1993. – Heinz Thien:
Erinnerungen an Sögeler Jungen auf DDR-Briefmarke, in: Ems Zeitung, 28. 9.
1993. – Heinz Thien (Hrsg.): Levin Schücking: Clemenswerth. Ostenwalde
1993. – Heinz Thien: Die Jugendjahre Levin Schückings auf dem Hümmling,
in: Volkstum und Landschaft, Cloppenburg, 134/1994. – Heinz Thien: Das
segensreiche Wirken der Catharina Busch, in: Volkstum und Landschaft,
Cloppenburg, Nr. 134, 1994. – Heinz Thien: Da bin ich nun endlich in Meppen
am Ziel meiner Wünsche und Hoffnungen, in: Meppener Tagespost, Nr. 16, vom
19. 1. 1996. – Heinz Thien: Zartheit und Weichheit im literarischen
Lebenswerk (Rezension), in: Ems Zeitung, 10. 8. 1996. – Heinz Thien: Levin
Schücking – Kind des Hümmlings, in: Monatsanzeiger, Werlte, Nr. 5/1996.
– Heinz Thien: Erbteil in den Knochen. Levin Schücking, Wegbereiter der
Droste-Werke, in: Südkurier, Konstanz, 5. 6. 1996. – Heinz Thien: Die
Bedeutung des Literaten Levin Schücking im 19. Jahrhundert, in: Jahrbuch des
Emsländischen Heimatbundes, Sögel, Bd. 43/1997. – Heinz Thien: Schücking-Droste-Film
Im wdr-Fernsehen, in: Ems Zeitung, 10. 1. 1997. – Heinz Thien: Eine Familie
von Literaten, in: Kirchenbote, 25. 5. 1997. – Heinz Thien: Schücking-Roman
als Feldpostausgabe, in: Ems Zeitung, 4. 6. 1997. – Heinz Thien: Das bewegte
Leben der Catharina Busch, in: Niedersachsen, Nr. 6, 1997. – Heinz Thien:
Befreiung von der Lüge und Emanzipation der Ehrlichkeit. Levin Schücking in
der Frankfurter Paulskirche/Visionär und Demokrat, in: Ems Zeitung, Meppener
Tagespost, Lingener Tagespost, 28. 3. 1998. – Heinz Thien: Hümmlinger Junge
kämpfte für die Vollendung des Kölner Doms, in: Ems Zeitung, 3. 8. 1998.
– Heinz Thien: Es ist auf meine Jugend viel Sonne gefallen, in: Ems Zeitung,
18. 8. 1998. – Heinz Thien: „...nervös wie eine elektrisierte Katze!“,
in: Ems Zeitung, 6. 10. 1998. – Heinz Thien: Levin Schücking und die
Vollendung des Kölner Doms, in: Schücking-Jahrbuch 1998/99. –Heinz Thien:
Levin Schückings Rolle bei der Entstehung unserer Verfassung, in: Schücking-Jahrbuch
1998/99. – Heinz Thien: Levin Schücking, in: Der Kampf im Spessart.
Orbensien-Verlag Bad Ord, 1998. – Heinz Thien: Politischer Visionär eines
vereinigten Deutschland, in: Westfälische Nachrichten, 23. 6. 1999. – Heinz
Thien: Levin Schücking schrieb deutsche Zeitungsgeschichte, in: Schücking-Jahrbuch
1999/00. – Heinz Thien: Spurensuche: Dr. Reinhold Muschler, in: Schücking-Jahrbuch
1999/00. – Heinz Thien: Levin Schücking und Heinrich Heine, in: Münsterländische
Tageszeitung, Cloppenburg (o. D.). – Heimatverein Wippingen und Heinz Thien
(Hrsg.): Levin Schücking: Die Wippinger Thekla, Werlte 1993. –F.
Wippermann: Ein alter Schilderer des Osnabrücker und des Emslandes, in: Mein
Emsland, Nr. 10/1939. Sammlungen:
Westfälisches Landesmuseum, Münster – Schücking-Museum, Sögel
– Droste-Museum Rüschhaus – Droste-Museum Meersburg -
Archiv Thien, Sögel – Stadtarchiv Münster – Gedenkstätten:
Schücking-Museum, Sögel – Haus Schücking in Sassenberg/Westf.
– Schücking-Denkmal in Sögel – Grabdenkmal in Bad Pyrmont. |