Levin Schücking

Levin Schücking

Geboren am 6. 9. 1814 in Meppen, gestorben am 31. 8. 1883 in Bad Pyrmont. Levin Schücking war der älteste Sohn des arenbergischen Amtmanns, Richters und Autors Paulus Modestus Schücking ( geb. 13. 3. 1787, gest. 16. 6. 1867 in Bremen) und dessen Ehefrau Catharina Busch (geb. 6. 1. 1791, gest. 2. 11. 1831 in Sögel). Levin Schücking verbrachte seine Kindheit vom ersten bis zum 14. Lebensjahr (1815-1829) im emsländischen Sögel im Marstall des Schlosses Clemenswerth (Amtshaus und gleichzeitig Wohnhaus der Schückings bis 1829. Danach zog die Familie in den neuerbauten Ludmillenhof.) Nach der Schulbildung durch Privatlehrer besuchte Levin Schücking nacheinander das Gymnasium Paulinum in Münster und das Carolinum in Osnabrück. Anschließend absolvierte er ein Studium der Jurisprudenz an den Universitäten in München, Heidelberg und Göttingen. Im Frühjahr 1830 traf Schücking erstmals in Münster mit Annette von Droste-Hülshoff zusammen, die mit seiner Mutter Catharina eng befreundet war. Nach dem frühen Tod der Mutter (1831) und der Entlassung des Vaters aus dem Staatsdienst 1837 (s. unter Paulus Modestus Schücking) bemühte sich die Droste um die weitere Entwicklung des hoffnungsvollen Studenten, der allerdings schon früh ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein an den Tag legte. Ab 1838 veröffentlichte Levin Schücking seine ersten literarischen Gehversuche in der von Karl Gutzkow (1811-1878) redigierten Zeitschrift Telegraph für Deutschland aus dem Verlag Hoffmann und Campe. 1840/41 erschien sein erstes größeres Werk „Das malerische und romantische Westphalen“, das bis heute immer wieder neu aufgelegt wird. Mitgearbeitet an diesem Buch haben Ferdinand Freiligrath (nur anfangs) und Annette von Droste-Hülshoff, die bes. Gedichte und Balladen lieferte. Gleichzeitig entstand Schückings erste Shakespeare-Übersetzung. Gemeinsam mit Friedrich Engels (1820-1895) unternahm er erste Versuche das dichterische Werk der Droste-Hülshoff einer größeren Leserschaft bekannt zu machen, nachdem deren erster Gedichtband (1838) in den Regalen liegengeblieben war. 1841 bis 1842 war Schücking als Bibliothekar beim Freiherrn von Lassberg in Meersburg am Bodensee tätig. In dieser Zeit vertiefte sich die Beziehung zur Droste, die zur gleichen Zeit auf der Meersburg zu Besuch bei ihrer Schwester war. Diese gemeinsamen Monate auf der Meersburg gelten als die literarisch produktivsten Jahre der Annette von Droste-Hülshoff, wobei Schücking sie immer wieder zur Produktion aufforderte und sich zunehmend als ihr Promotor betätigte. Sämtliche Erst-Veröffentlichungen der Droste in dieser Zeit und auch später gehen auf die Vermittlertätigkeit Schückings zurück.

Schückings eigener literarischer Aufstieg kann uneingeschränkt kometenhaft genannt werden. Die Erfolgslisten der Leihbibliotheken aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wiesen ihn neben Friedrich Wilhelm Hackländer (1816-1871) und L. Mühlbach als den meistgelesenen Autor aus. Hinzu kam die heute unüberschaubar große Anzahl Veröffentlichungen und Vorabveröffentlichungen in den Feuilletons der führenden deutschen Blätter (wie Kölnische Zeitung, Allgemeine Zeitung/Augsburg, Cottas Morgenblatt, Telegraph, Westermanns Monatshefte, Die Gartenlaube, usw.). Zeitgenossen sprachen vom berühmten Schücking, der gleichzeitig auch noch zu einem der führenden und gefragten deutschen Kulturkritiker wurde. Selbst Dichtergrößen wie Heinrich Heine (1797-1856) suchten seine Protektion. Schücking gelang früh der Zugang zur deutschen und europäischen Presse und den literarischen und journalistischen Größen seiner Zeit. Ja, er gehörte selbst zu ihnen.

In vielen seiner Romane beschrieb Schücking die Menschen seiner emsländischen und westfälischen Heimat (Die Ritterbürtigen, Wippinger Thekla). Von ausschlaggebender Bedeutung für Schückings Karriere als Literat, Journalist und gefragter Literaturkritiker war seine frühe Bekanntschaft mit Karl Gutzkow. Dieser hatte das herausragende Talent Schückings erkannt und stand zielstrebig am Anfang der literarischen Entwicklung Schückings. Gutzkow schlug Schücking sogar die Übernahme der Redaktion des Telegraphen vor, die dieser aber ablehnte. 1843 trat Schücking dann eine Redakteursstelle  im Feuilleton der Allgemeinen Zeitung in Augsburg an, wechselte 1845 zur Kölnischen Zeitung. Hier, in der Domstadt, wurde sein Heim zu einem bekannten Treffpunkt der deutschen Literaten. Schücking baute das Feuilleton der Kölnischen Zeitung aus, traf sich in dieser Zeit mehrmals mit Heinrich Heine in Paris und wurde von seinem Verleger mehrfach als Auslandskorrespondent zu den Brennpunkten europäischer Politik ins Ausland geschickt. Beispielsweise war er 1848/49 Beobachter der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche. Neben Paris besuchte er mehrfach Rom, London und Neapel. Von 1836 bis zu seinem Tode 1883 schuf Schücking, dessen Werke ins Englische, Italienische, Niederländische und Ungarische übersetzt wurden, fast 200 Romane, Novellen, Dramen, wissenschaftliche Werke, in seiner Frühzeit auch zahlreiche Gedichte, und unzählige Zeitungsbeiträge und Rezensionen. Herausragende Romane, die immer wieder neu aufgelegt wurden, waren u. a.: Die Ritterbürtigen (1846), Der Bauernfürst (1851), Paul Bronckhorst (1858), Die Marketenderin von Köln (1861). Robert Prutz nannte Schücking 1859 in seiner Kritik in „Die deutsche Literatur der Gegenwart“ einen großen Literaten, einen Meister des Details, und bezeichnete Schückings „Ritterbürtige“ als einen der besten deutschen Romane. Im Brockhaus hieß es ab 1854: „Die Romane Schückings gehören anerkanntermaßen zu den besten, welche die deutsche Literatur hervorgebracht hat.“ Noch größere Anerkennung fanden später Schückings Novellen. Mehrfach brachten große Verlage wie Brockhaus Schückings Gesammelte Werke oder Ausgewählte Werke in mehreren Bänden (1864, 1866 und 1874) heraus. Zwei Jahre nach seinem Tod erschienen seine unvollendetenen Memoiren, die zu Lebzeiten kurz vor seinem Tod bereits in den Westermanns Monatsheften vorabgedruckt worden waren.

Schücking betätigte sich auch als Dramatiker mit wechselhaftem Erfolg. 16 Dramen, von denen er einige nachträglich zu Romanen und Novellen umarbeitete, sind bekannt. Bei der Stoffwahl in seinen Werken zeigte er sich vor allem als Historiker mit fundierten Kenntnissen und bewies stets schöpferische und dichterische Phantasie. Während einige Romane Schückings bis auf den heutigen Tag immer wieder neu aufgelegt werden, gerieten seine Dramen bald in Vergessenheit. Dennoch, so Raßmann 1937 in seiner Dissertation „Das dramatische Schaffen Levin Schückings“ zeugten sie von einer genialen Wesensschau und von einer intuitiv gestaltenden dramatischen Schöpferkraft, die nur wahren Dichtern, aber nicht bloßen Schriftstellern eigen sei.

Schücking gebührt das Verdienst, die Werke der Annette von Droste-Hülshoff in die deutsche Literatur eingeführt zu haben. Er war es, der die erste Droste-Rezension (1838) schrieb und 1862 die erste Droste-Biographie veröffentlichte, später auch deren Gesammelte Werke erstmals herausgab und kommentierte. Er sorgte für die Erstveröffentlichungen (s. o.) der Droste in zahlreichen mitteleuropäischen Zeitschriften durch seine journalistischen und verlegerischen Kenntnisse (u. a. ist die Bearbeitung und Erstveröffentlichung der „Jugendbuche“ bei Cotta auch von Schücking), übernahm sogar die Honorarverhandlungen, und regte die Droste immer wieder zu literarischen Höhenflügen an. Die heutige Droste-Forschung ist sich weitgehend einig, dass es ohne Levin Schücking das überlieferte Droste-Werk nicht gäbe, Schücking habe „die Droste gemacht...“ Nach der Heirat Schückings mit der damals ebenfalls recht bekannten Literatin Louise von Gall (1843) und dem Erscheinen seines kritischen Romans Die Ritterbürtigen (1846) kam es zum Bruch zwischen der Droste und Schücking.

Levin Schücking siedelte 1852 nach Beendigung seiner Redakteurstätigkeit bei der Kölnischen Zeitung mit seiner Familie, zu der inzwischen vier Kinder gehörten, ins westfälische Sassenberg über. Hier hatte er zuvor von Verwandten das von J. Conrad Schlaun erbaute „Haus Schücking“ gekauft, das sich bis heute in Familienbesitz befindet. In der Abgeschiedenheit der westfälischen Landschaft wollten Levin Schücking und seine Gattin Louise weitere gemeinsame literarische Pläne verwirklichen, zu denen es auch kam. Jedoch starb Schückings Ehefrau am 16. März 1855. Schücking, der in seiner Sassenberger Abgeschiedenheit seine Kontakte zur deutschen Literaturbühne nie abreißen ließ, verlegte nun seinen Wintersitz nach Münster und reiste erneut in die großen Städte Europas, vornehmlich immer wieder nach Rom. Als berühmter Autor und Journalist erfuhr Schücking manche Ehrung. So verlieh ihm die Universität Gießen den Ehrendoktortitel, er war Inhaber des herzoglich-sächsischen Verdienstkreuzes für Kunst und Wissenschaft sowie des Ritterkreuzes 1. Klasse des großherzoglich-hessischen Ordens.

Levin Schücking setzte sich bereits Anfang der 40er im 19. Jahrhundert öffentlich für die Emanzipation der Frauen ein, Pressefreiheit und gegen die Verschwendung auf den deutschen Adelshöfen. Für seinen deutschlandweiten Einsatz für die Vollendung des Kölner Doms wurde er zum Ehrenmitglied des Kölner Dombauvereins ernannt. Viele Straßen und Plätze in Deutschland wurden nach ihm benannt, und seit 1997 gibt es in seinem Heimatort Sögel ein Schücking-Museum mit Forschungsarchiv.

Werke: Das malerische und romantische Westphalen, Leipzig/Barmen 1841 – Der Dom zu Köln und seine Vollendung, Köln 1842 – Das Stiftsfräulein, 1842, o.  O. – Ein Schloß am Meer, Leipzig 1843, - Günther von Schwarzburg, Augsburg 1843 – Gedichte, Tübingen, 1846 – Novellen (Der Syndikus von Zweibrücken. Nur keine Liebe. La Fleur. Das Banquet auf Chicksand Castle. Ein Gemsenabenteuer. Der Familienschild. Wein- und Liebeshandel. Großkinder.), Pest/Leipzig 1846 – Die Ritterbürtigen, Leipzig 1846 – Eine dunkle That, Leipzig 1846 – Eine Römerfahrt, Koblenz  1848 -  Heinrich von Gagern, Köln 1849 – Ein Sohn des Volkes, Leipzig 1849 – Der Bauernfürst, Leipzig 1851 – Faustina, Köln 1852 – Die Königin der Nacht, Leipzig 1852 – Familienbilder (mit Louise von Gall), darin v. Schücking: Ein berühmter Mann. Die Tochter des Hauptmanns. Ein Hochzeitstag, Leipzig 1854 – Familiengeschichten (Die Wilddiebin. Die Kegelbahn.), Leipzig, 18564 – Ein Redekampf in Florenz, Berlin 1854 – Ein Staatsgeheimnis, Leipzig, 1854 – Welt und Zeit. Aus dem Nachlaß eines russischen Diplomaten, Berlin 1855 – Geneanomische Briefe, Frankfurt 1855 – Eine Eisenbahnfahrt durch Westphalen, Leipzig 1855 – Der Held der Zunkunft,  Leipzig 1855 – Von Minden nach Köln, Leipzig 1856 – Die Sphinx, Leipzig 1856 – Der Sohn eines berühmten Mannes, Leipzig 1857 – Günther von Schwarzburg, Leipzig 1857 -  Paul Bronckhorst, oder die neuen Herren, Leipzig 1858 – Die Rheider Burg, Prag 1859 – Bilder aus Westphalen, Elberfeld 1860  - Eines Kriegsknechts Abenteuer, Leipzig 1861 – Die Geschworenen und ihr Richter, Hannover 1861 – Die Marketenderin von Köln, Leipzig 1861 – Hieronymus Bonaparte, weiland König von Westphalen, Hamburg 1861 – Hauschronik der Familie Schücking, Hamm 1861 – Die Novizen, Berlin 1862 – Annette von Droste. Ein Lebensbild, Hannover 1862 – Der Pandurenoberst, Potsdam 1862 – Eine Actiengesellschaft, Hannover 1863 – Aus der Franzosenzeit, Gespenster in den Ardennen, Landeron, Wien 1864 – Aus alter und neuer Zeit (Das Missverständnis. Die drei Großmächte. Auf einen Schelmen anderthalben. Wie der Schnee schmolz. Dorly.), Leipzig 1864 – Frauen und Räthsel, Leipzig 1865 – Eine Künstler-Leidenschaft, Hannover 1867 – Verschlungene Wege (darin: Ein Papenburger Handelshaus. Clemenswerth.), Hannover 1867 – Schloß Dornegge oder der Weg zum Glück, Leipzig 1868 – Neue Novellen (Ein gewagtes Spiel. An der Statue des Herkules. Gefährten und Gefahren.), Berlin 1868 – Die Malerin aus dem Louvre, Hannover 1869 – Jean Jaques Rousseau. Zwei Episoden aus seinem Leben. Leipzig 1869 – Filigran (C. Krüger. Der gefangene Dichter. Die Novizen. Die schwarz-weiße Perle. Die Thurmschwalbe. Pulver und Gold.), Hannover 1872 – Luther in Rom, Hannover 1870 – Deutsche Kämpfe, Leipzig 1871 – Der Kampf im Spessart, Leipzig 1872 – Krieg und Frieden, Leipzig 1872 – Herrn Didiers Landhaus, Hannover 1872 – Wilderich. In der Löwenapotheke, Berlin 1873 – Die Heiligen und die Ritter, Hannover 1873 – Die drei Freier, Leipzig 1874 – Aus heißen Tagen, Stuttgart 1874 – Das Capital, Berlin 1875 – Feuer und Flamme, Stuttgart 1875 – Der Doppelgänger, Stuttgart 1876 – Ein Familiendrama, Berlin 1877 – Ein Freund in Noth, Stuttgart 1877 – Novellen (Onkel Martins Vermächtnis. Mephisto. Auf den Felsen. Schuldlos. Das Fahrbillet. Ein falscher Grundsatz. Die Visitenkarte. Die Nothelferin. An der Statue des Herkules. Entflohen), Hannover 1877 – Das Erbe von Hornegg, Hannover 1878 – Die Herberge der Gerechtigkeit, Leipzig 1879 – Die Mündel des Papstes, Leipzig 1879 – Überraschungen, Berlin 1879 – Zwei Novellen (Sclaven des Herzens. Viola.), Berlin 1879 – Das Recht des Lebenden, Leipzig 1880 – Seltsame Brüder, Leipzig 1880 – Wunderliche Menschen, Berlin 1881 – Etwas auf dem Gewissen, Stuttgart 1882 – Alte Ketten, Breslau 1883 – Marienthal, Berlin 1883 – Märtyrer oder Verbrecher ?, Breslau 1883 – postum: Heimatlaub (darin: Wippinger Thekla), Herzberg 1884 – Ein ehrlicher Mann, Berlin 1884 – Große Menschen, Breslau 1884 – Zwei Novellen (Virago. In dunkler Nacht.), Berlin 1884 – Lebenserinnerungen, Breslau 1886 – Recht und Liebe, Breslau 1886 – Immortellen, Breslau 1887 – Hart am Rande, Leipzig 1887 – Ein Kulturkämpfer, Berlin 1888 – Der Familienschild, Kiel 1898 – Pulver und Gold, Leipzig 1900 – Die drei Großmächte, Hamburg 1907 – Der Dämon, Wiesbaden 1908 – Agathens Geheimnis, Leipzig 1908, Der Schatz des Kurfürsten, Münster 1908 – Die Turmschwalbe, Leipzig 1908 – Der Nachrichter/Husar und Pandur, Saarlouis 1914 – Die drei Freier, Leipzig 1916 – In den Kasematten Magdeburgs, Donauwörth 1924 – Die Wippinger Thekla, Werlte 1993 – Dramen: Der arme Heinrich – Ulrich von Lichtenstein – Richard von Poitou – Adam von der Kette – Täuschungen – Günther von Schwarzburg – Maria Theresia – Drei Landesverräter – Faustina – Ein Redekampf in Florenz – Der Sohn eines berühmten Mannes – Festspiel zur Schillerfeier – Die Prätorianer – Sclaven des Herzens – Ein ehrlicher Mann – Die Mündel des Papstes – Vertauschte Schicksale.  

Übersetzungen: Le Sage: Der hinkende Teufel, Hildburghausen 1866 (zahlreiche Neuauflagen!) – Jean Jaques Rousseau: Bekenntnisse, Hildburghausen 1872.

Herausgaben Levin Schückings: Shakespeares Frauengestalten, Bielefeld 1840 – Rheinisches Jahrbuch, Köln 1846 – Helvetia, Sage im Spiegel deutscher Dichtung, Frankfurt 1851 – Italia, Deutsche Dichter als Führer jenseits der Alpen, Frankfurt 1851 – Welt und Zeit. Aus dem Nachlaß eines russ. Diplomaten, Berlin 1855 – Letzte Gaben (Droste-Hülshoff), Stuttgart 1861 – Gedichte von Annette von Droste-Hülshoff, Stuttgart 1861 – Gesammlete Schriften der Annette von Droste-Hülshoff, Stuttgart 1878.

Auszeichnungen:  Dr. phil. Ehrenhalber der Universität Gießen – Ehrenmitglied des Kölner Dombauvereins (1880) – Herzoglich Sächsisches Verdienstkreuz für Kunst und Wissenschaft – Ritterkreuz 1. Klasse des Großherzoglich-Hessischen Ordens.

Veröffentlichungen in: Telegraph für Deutschland - Kölnische Zeitung – Allgemeine Zeitung (Augsburg) – Cottas Morgenblatt – Rhein. Odeon – Rheinisches Jahrbuch - Mindener Sonntagsblatt – Westfälischer Merkur – Hannoversche Morgenzeitung – Helvetia – Italia – Westermanns illustrierte deutsche Monatshefte – Hartmanns Schatzkästlein – Niedersachsen – Westfalen – Droste-Jahrbuch – Westfälische Nachrichten – Bremer Unterhaltungsblatt – Frankfurter Konversationsblatt – Der Breslauer Bote – Unterhaltungsblatt für Stadt und Land – Abend-Zeitung – Wiener Theater-Zeitung – Jahrbuch der Literatur – Mittelrheinische Zeitung – Münchner Unterhaltungsblatt – Bremer Volksblatt – Die Union – Das Vaterland – Rheinische Blätter – Westfälischer Anzeiger – Die Heimat – Deutsches Familienblatt – Unsere Zeit – Bremer Bürgerfreund – Didaskalia – Wiener Zuschauer – Familienbuch des österreichischen Lloyd – Gartenlaube (weitere s. auch Westfälisches Autorenlexikon, Bd. 2, S. 373 – 390).

Erwähnungen in: (s. auch Droste-Rezeption) - Westfälisches Autoren-Lexikon – Brockhaus-Lexikon und andere Lexika – Jahrbuch des emsländischen Heimatbundes – Droste-Jahrbuch – Schücking-Jahrbuch - etc.

Veröffentlichungen über Levin Schücking: Klaus Dieckmann: Auf den Spuren einer literarischen Randnotiz? Ems Zeitung 17. 5. 1997 – Neue wichtige Adresse in Sögels reichhaltiger Kulturlandschaft. Ems Zeitung 26. 5. 1997 – Kai Engelke: Von J. W. Goethe bis R. D. Brinkmann. Schücking-Jahrbuch 1998/99 – Gerd Gepp: Das Land um Sögel im Roman „Die Ritterbürtigen“ von Levin Schücking. Schücking-Jahrbuch 1999/00 – Gerd Gepp: Der Ludmillenhof in Sögel. Schücking-Jahrbuch 1999/00 – Gerd Gepp: Wie ein Fenster. Schücking-Jahrbuch 1998/99 – Johannes Hagemann: Levin Schückings Jugendjahre und literarische Frühzeit, Diss. phil. Münster, 1911 – Johannes Hagemann: Levin Schücking. Der Dichter und sein Werk. Emsdetten 1959. – Wilhelm Heising: Westfalen in den Romanen Levin Schückings, Diss. phil. Münster 1926. – H. H. Houben: Karl Gutzkow und Levin Schücking, in: Westermanns Monatshefte, Bd. 89, 1901. – Julius Jaeger: Aus den Schülerjahren Levin Schückings, in: Osnabrücker Monatsblätter, Nr. 5, 1906. – Juliane Karwath: Die Droste. Lebensroman. Berlin 1929. – Anton Kohnen: Levin Schücking, Dichter und Journalist. Zu seinem 75. Geburtstag, in: Jahrbuch des Emsländischen Heimatbundes, Bd. 6/1959. – Anton Kohnen: Levin Schücking. Ein vergessener niederdeutscher Dichter und Journalist, in: Niedersachsen, 1953. – Eugen Kotte: Dichter aus dem Emsland-Kulturvermittler Schücking, in: Auf Roter Erde/Westf. Nachrichten, Nr. 261/1985. -  Dr. Olaf Kutzmutz: Jenseits der Droste. Im emsländischen Sögel wurde ein Museum für Levin Schücking eröffnet. DIE ZEIT, Hamburg 5. 9. 1997. – Dr. Olaf Kutzmutz: Wo Schücking groß wurde. Westf. Nachr. 24. 5. 1997. – Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.): Als Westfalen lesen lernte. Katalog zur Ausstellung.Münster 1990. – Holger Lemmermann: Auf dem freien Hümmling, Sögel 1993. – Holger Lemmermann: Levin Schückings Geburt und Taufe – nach Briefen seines Vaters. Schücking-Jahrbuch 1998/99. – Holger Lemmermann: „...die neue Schöpfung aufm Hümmling schreitet immer vorwärts...“, Schücking-Jahrbuch 1999/00. – Johannes Loy: Zu Gast bei Schückings, in: Westf. Nachrichten, Münster Nr. 189, 15. 8. 1996. – R. C. Muschler: Briefe von Levin Schücking und Louise von Gall. Leipzig 1928. – N. N.: Ein bedeutender Schriftsteller. Vor 75 Jahren starb Levin Schücking, in: Göttinger Tageblatt, Nr. 192/20. 8. 1958. – N. N.: Neue Göttinger Gedenktafel: Levin Schücking, in: Göttinger Nachrichten Nr. 21/1934. – Ute Olliges-Wiecorek: Bibliothek als Zeugnis des Jahrhunderts. Levin Schücking und seine Bücher, in Auf Roter Erde/Westf. Nachr., Nr. 3/1996. – Kurt Pinthus: Die Romane Levin Schückings. Diss. phil. Leipzig 1911. – Robert Prutz: Die deutsche Literatur der Gegenwart (1848-1858), Leipzig 1859. – Joseph Raßmann: Das dramatische Schaffen Levin Schückings, Diss. phil. Breslau 1937. – Johannes Rüschen: Levin Schücking wurde von seiner Jugendzeit in Clemenswerth geprägt., in: EZ-Kurier, 13. 12. 1984. – Heimatverein Sassenberg (Hrsg.): Levin Schücking zum 100. Todestag, Sassenberg 1983. – Manfred Schier: Levin Schücking/Promotor der Droste-Werke, in: Woesler, Modellfall der Rezeptionsforschung. Droste-Rezeption im 19. Jh., Bd. II, Frankfurt/M. 1980. – Manfred Schier: Levin Schücking. Westfälischer Schriftsteller zwischen Tradition und Emanzipation, in: Literatur in Westfalen. Beiträge zur Forschung, Paderborn 1992. – Manfred Schier: Janusköpfiger westfälischer Autor. Zum 100. Todestag des Schriftstellers und Kritikers Levin Schücking, in: Auf Roter Erde, 39. Jg., Nr. 249/1983. – Manfred Schier: Levin Schücking, in: Westfalen im Bild. Reihe: Westfälische Dichter und Literaten im 19. Jh., Bd. 5, Münster 1988. – Lothar Schöningh: Levin Schücking und Wilhelm Junckmann als Lyriker, Diss. phil. Münster 1916. – Levin Ludwig Schücking: Annette von Droste-Hülshoff und Levin Schücking, in: Süddeutsche Monatshefte, April 1909. – Levin Ludwig Schücking: Ferdinand Freiligrath und Levin Schücking, in: Deutsche Rundschau, Juni 1910. – Wilhelm Schulte: Westfälische Köpfe. 300 Lebensbilder bedeutender Westfalen. Biografischer Wegweiser, Münster 1977. – Erich Schulz: Briefe von Levin Schücking, Annette von Droste-Hülshoff und Ferdinand Freiligrath, in: Julius Schwering zum 70. Geburtstag, 1933. – Julius Schwering: Ein Frauenbild aus dem Lebenskreis Annettens von Droste, in: Auf Roter Erde, Münster Bd. 1 1928. – Julius Schwering: Levin Schücking, in Westf. Lebensbilder, Münster Bd. 2, 1932. – Ilse Simmermacher: Levin Schückings journalistische Leistung, Diss. phil. Heidelberg 1945. – Heinz Strickmann: Novelle Die Wippinger Thekla neu herausgegeben, in: Münsterländische Tageszeitung, Nr. 235/8. 10. 1992. – Heinz Strickmann: Catharina Busch und Levin Schücking – bedeutende Literaten des 19. Jahrhunderts, in: Münsterländische Tageszeitung, 2. 10. 1993. – Heinz Strickmann: Schücking-Museum festigt Sögels Ruf als kultureller Mittelpunkt, in: Münsterl. Tageszeitung, 21. 8. 1996. – Heinz Strickmann: Schmuckstück für das Museum in Sögel. Schreibtisch von Schücking wiedergefunden, in: Münsterl. Tageszeitung, 2. 10. 1996. – Heinz Strickmann: Catharina Schücking war Freundin von Annette von Droste-Hülshoff. Der in Sögel aufgewachsene Levin Schücking lernte die Droste mit 15 Jahren kennen, in: Münsterl. Tageszeitung, 21. 6. 1997. – Heinz Strickmann: Schücking-Gesellschaft auf Spuren von Levin, in: Münsterl. Tageszeitung, 9. 1998. – Heinz Thien: Das bewegte Leben der Catharina Busch, in: EZ-Kurier 29. 1. 1992 und 5. 2. 1992. – Heinz Thien: Große unübersehbare Haiden bedecken den größten Teil der Wildniß, in Ems Zeitung 24. 3. 1992. – Heinz Thien: Die Wippinger Thekla – eine unbekannte Heimatnovelle, in Ems Zeitung, 4. 7. 1992. – Heinz Thien: Levin Schückings Kindheit und Jugendjahre im Emsland, in: EZ-Kurier, 28. 9. 1993. – Heinz Thien: Die Ritterbürtigen – nach 147 Jahren als Emslandroman erkannt, in Ems Zeitung, 28. 9. 1993. – Heinz Thien: Erinnerungen an Sögeler Jungen auf DDR-Briefmarke, in: Ems Zeitung, 28. 9. 1993. – Heinz Thien (Hrsg.): Levin Schücking: Clemenswerth. Ostenwalde 1993. – Heinz Thien: Die Jugendjahre Levin Schückings auf dem Hümmling, in: Volkstum und Landschaft, Cloppenburg, 134/1994. – Heinz Thien: Das segensreiche Wirken der Catharina Busch, in: Volkstum und Landschaft, Cloppenburg, Nr. 134, 1994. – Heinz Thien: Da bin ich nun endlich in Meppen am Ziel meiner Wünsche und Hoffnungen, in: Meppener Tagespost, Nr. 16, vom 19. 1. 1996. – Heinz Thien: Zartheit und Weichheit im literarischen Lebenswerk (Rezension), in: Ems Zeitung, 10. 8. 1996. – Heinz Thien: Levin Schücking – Kind des Hümmlings, in: Monatsanzeiger, Werlte, Nr. 5/1996. – Heinz Thien: Erbteil in den Knochen. Levin Schücking, Wegbereiter der Droste-Werke, in: Südkurier, Konstanz, 5. 6. 1996. – Heinz Thien: Die Bedeutung des Literaten Levin Schücking im 19. Jahrhundert, in: Jahrbuch des Emsländischen Heimatbundes, Sögel, Bd. 43/1997. – Heinz Thien: Schücking-Droste-Film Im wdr-Fernsehen, in: Ems Zeitung, 10. 1. 1997. – Heinz Thien: Eine Familie von Literaten, in: Kirchenbote, 25. 5. 1997. – Heinz Thien: Schücking-Roman als Feldpostausgabe, in: Ems Zeitung, 4. 6. 1997. – Heinz Thien: Das bewegte Leben der Catharina Busch, in: Niedersachsen, Nr. 6, 1997. – Heinz Thien: Befreiung von der Lüge und Emanzipation der Ehrlichkeit. Levin Schücking in der Frankfurter Paulskirche/Visionär und Demokrat, in: Ems Zeitung, Meppener Tagespost, Lingener Tagespost, 28. 3. 1998. – Heinz Thien: Hümmlinger Junge kämpfte für die Vollendung des Kölner Doms, in: Ems Zeitung, 3. 8. 1998. – Heinz Thien: Es ist auf meine Jugend viel Sonne gefallen, in: Ems Zeitung, 18. 8. 1998. – Heinz Thien: „...nervös wie eine elektrisierte Katze!“, in: Ems Zeitung, 6. 10. 1998. – Heinz Thien: Levin Schücking und die Vollendung des Kölner Doms, in: Schücking-Jahrbuch 1998/99. –Heinz Thien: Levin Schückings Rolle bei der Entstehung unserer Verfassung, in: Schücking-Jahrbuch 1998/99. – Heinz Thien: Levin Schücking, in: Der Kampf im Spessart. Orbensien-Verlag Bad Ord, 1998. – Heinz Thien: Politischer Visionär eines vereinigten Deutschland, in: Westfälische Nachrichten, 23. 6. 1999. – Heinz Thien: Levin Schücking schrieb deutsche Zeitungsgeschichte, in: Schücking-Jahrbuch 1999/00. – Heinz Thien: Spurensuche: Dr. Reinhold Muschler, in: Schücking-Jahrbuch 1999/00. – Heinz Thien: Levin Schücking und Heinrich Heine, in: Münsterländische Tageszeitung, Cloppenburg (o. D.). – Heimatverein Wippingen und Heinz Thien (Hrsg.): Levin Schücking: Die Wippinger Thekla, Werlte 1993. –F. Wippermann: Ein alter Schilderer des Osnabrücker und des Emslandes, in: Mein Emsland, Nr. 10/1939.

Sammlungen: Westfälisches Landesmuseum, Münster – Schücking-Museum, Sögel – Droste-Museum Rüschhaus – Droste-Museum Meersburg -  Archiv Thien, Sögel – Stadtarchiv Münster –

Gedenkstätten: Schücking-Museum, Sögel – Haus Schücking in Sassenberg/Westf. – Schücking-Denkmal in Sögel – Grabdenkmal in Bad Pyrmont.