Kai EngelkeÜber
Vollzeiterschrecker und den
Roten Franz im Moor… Kriminalistische
Kurzgeschichten von Kai Engelke Hintergründige Texte, satirische und skurrile Geschichten, wie das Kapitel über den „Vollzeiterschrecker“ werden abgelöst von einem Gang in die Geschichte dieser Region, indem er sich so seine Gedanken über die rund 1800 Jahre alte Moorleiche „Der Rote Franz“ macht, die seit Jahrzehnten schon friedlich in einem Glaskasten im Landesmuseum das tägliche Gegaffe der sich gruselnden Besucher erträgt. Wie ist der wohl umgekommen? War er selber Täter – oder Opfer? Das Geheimnis wird der Rote Franz weiter für sich behalten. Kai Engelke liefert aber gleich eine moderne Moorleiche hinterher… In weiteren Kapiteln geht es um einen „Wildschweinmörder“, den man bald unter seinem Hochsitz tot auffindet, um einen ostfriesischen eigenbrötlerischen Wissenschaftler, der die Bücher, Buchhandlungen und Verlage abschaffen will – zugunsten eines (!) elektronischen Buches für jeden Haushalt… Auch diesen Mann findet man eines Tages tot, ein langes Messer im Bauch, zwischen seinen geheimnisvollen Erfinderutensilien im Keller. Und der Kommissar fragt sich: War es der örtliche Buchhändler oder ein Verleger, gar der Börsenverein des deutschen Buchhandels? Immer wieder findet Kai Engelke auch verblüffende Antworten, Lösungen, lässt manches auf routinierte Weise offen, damit den Leser die Fälle mitlösen helfen, und meint: „Wenn Sie einem Mörder begegen, seien Sie nett zu ihm. Auch er ist nur auf der Suche nach einem bisschen Glück.“ Das musste in dieser Deutlichkeit ja mal gesagt (geschrieben) werden! Das empfehlenswerte Buch ist erschienen im Leda-Verlag in Leer und kostet 10 Euro. ISBN 3-934927-13-0 |
Jochen Berke
Ein lesenswertes Buch mit außergewöhnlichen Reiseerzählungen legte jetzt Joachim Berke aus Lingen vor. Erzählungen, die den interessierten Leser in fremde Welten entführen und faszinieren. Die Erzählungen entstanden nach zahlreichen Reisen durch die verschiedensten Länder, immer waren real existierende Vorgänge, wie der Autor selber schreibt, Anlaß zu phantasievollen, oft jenseits der Wirklichkeit angesiedelten Aufschreibungen! Berke versteht es meisterhaft seine Leser in fremde Welten zu versetzen und auch „abenteuerliche Gefahren“ zu erleben. Die Geschichten, ob nun von „Tanzenden Kamelen“, „Schiffbruch und Robinsonade bei den blutrünstigen Echsen von Komodo“ oder „Beim Doktor in Shanghai“, immer handeln die Geschichten von Begegnungen mit Menschen. Mit einer ordentlichen Portion Ironie wird erzählt, und man erfährt warum es Nord- und Südwale gibt, wie man Kamele und Hühner tanzen lässt und was an der Geschichte vom schnellen Flug der Kolibris von Mexiko nach Kanada und zurück dran ist… Mit Humor auch gelingt es Joachim Berke hier geheimnisvolle Ereignisse und Erscheinungen darzustellen und verborgene Sinninhalte sichtbar zu machen. Ein Buch mit spannend geschriebenen Storys, das man gerne in einem Zuge „verschlingt“, tiefgründig und lebendig, das man, hat man erst die ersten einmal angefangen zu lesen, nicht so schnell aus der Hand legen wird. |
Klaus-Uwe Nommensen (Hrsg.)Mit Texten von Susanne Brandt, Monika Bohge, Hartmut Handt, Wilhelm Henze, Arnim Juhre, Lola Landau, Klaus-Uwe Nommensen, Josef Reding, Sabine Simon und Zeichnungen von Wilhelm Henze und Ernst Walsken
Sie nannten sich selbst
„Moorsoldaten“. Mit ihren Bildern und Gedichten begegnen sie
heutigen Autoren und deren Blickwinkel aus der Gegenwart: eine künstlerische
Auseinandersetzung mit Geschichte und Geschichten von Konzentrations-
und Strafgefangenenlagern der Nationalsozialisten in den weiten
Moorgebieten des Emslandes. Die Ems Zeitung zu diesem Buch: „Gefangen in der Weite“ ist der Titel eines Büchleins, das in beeindruckender Weise an die Gräueltaten der 15 Emslandlager erinnert, in denen bis zu 30 000 Menschen unter der NS-Terrorherrschaft den Tod fanden. Herausgeber Klaus-Uwe Nommensen aus Papenburg hat im Rahmen seiner kleinen Schriftreihe in der Verlagswerkstatt „kreuz & quer“ diesmal die Gefühlswelt der vielen Einzelschicksale beleuchtet. Gedichte und Bilder von so bekannten Zeichnern wie Ernst Walsken sprechen eine sehr persönliche Sprache. Sie vermitteln eine Vorstellung von dem menschlichen Leid und dem täglichen Ringen um menschliche Würde in dieser unmenschlichen Umgebung. Der Wunsch von Herausgeber und Mitautor Nommensen, dass der Leser mit den Dokumenten der ehemaligen Häftlinge und den Reflexionen heutiger Betrachter einen emotionalen wie auch kenntniserweiternden Zugang zur Thematik findet, geht sicherlich in Erfüllung. Das Büchlein ist im Buchhandel zu beziehen oder bei: kreuz & quer, Verlagswerkstatt, Barenbergstr. 26, 26871 Papenburg. |
Kai EngelkeBlut, Schweiß und TräumeISBN 3-89833-023-0 140 Seiten,
19.80 DM, Klaus Bielefeld-Verlag, Friedland Der neue Roman
von Kai Engelke schildert einen wesentlichen Abschnitt im Leben des
jungen Sinti-Boxers Joschi Reinhardt. Hin- und hergerissen zwischen
Tradition und Moderne versucht der vielseitige talentierte Sportler
seinen Weg zu finden, Er stürzt, steht wieder auf, wird geschlagen,
schlägt zurück – die Geschehnisse entwickeln eine unerbittliche
Eigendynamik. Eine Geschichte voller Spannung, Tempo, Dramatik, Erotik,
Tragik und Engagement. Die
Ems Zeitung zu diesem Buch des Surwolder Schriftstellers:
„...viele Rückblenden
und Szenenwechsel, ähnlich der Schnittechnik eines Films, Schicht um
Schicht wird die Persönlichkeit von Joschi und den zahlreichen anderen
Menschen freigelegt... Außerdem sorgen sauber recherchierte (oder
vielleicht erlebte) Milieuschilderungen dafür, dass man zum Beispiel
das gemütliche Blubbern der Harley hört, das Huhn italienischer Art
schmeckt, die Liebe spürt und die verschwitzte und aufgeheizte Atmosphäre
der Kämpfe riecht. So wird der Leser das Buch etwa während einer
schlaflosen Nacht nicht wieder aus der Hand legen, bis er mit den
Figuren vertraut geworden ist und Joschis Welt mit allen Sinnen erlebt
hat.“ Kontakt/Lesungen:
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