Werner Finck

Geboren am 2. Mai 1902 in Görlitz, gestorben am 31.Juli 1978 in München. Nach Gymnasium, Zeitungsvolontariat und Kunstschule in Dresden bekam er 1925-1928 erste Engagements als Schauspieler in Bunzlau und Darmstadt. 1929 siedelte er nach Berlin über und gründete dort das politisch-satirische Kabarett "Die Katakombe". Bald schon wurde hier das NS-Regime und der faschistische Ungeist scharf und sarkastisch attackiert oder der Lächerlichkeit preisgegeben. Daraufhin kam es 1935 zum Verbot des Kabaretts. Finck wurde verhaftet und ins KZ Esterwegen gebracht, wo er jedoch noch im selben Jahr wieder entlassen wurde. 1939 schloss man ihn nach erneuten Kabarett-Auftritten aus der Reichskulturkammer aus. Auch als Soldat saß er in den Folgejahren zeitweilig im Untersuchungsgefängnis. Nach Kriegsende wurde er Mitgründer des Kabaretts "Mausefalle" in Stuttgart (später zusätzlich in Hamburg) und Herausgeber einer satirischen Wochenschrift. Auch hier richtete er seine Satire vielfach gegen die Restauration und Gefahren des Neofaschismus. Zahlreiche Buch- und Zeitungsveröffentlichungen, Engagements bei Rundfunk und Film sowie Tourneen im In- und Ausland prägten sein Wirken in den 50er und 60er Jahren.

Werke:

Das Kautschbrevier, 1938 - Kavaliere, Käuze, Kerle. Kabarettbuch, 1947 - Was jeder hören kann, 1948 - Aus der Schublade, 1948 - Finckenschläge, 1953 -  Die Katakombe. Bericht über die Schließung des Kabaretts durch die Gestapo, 1966 - Alter Narr, was nun? Autobiographie, 1972 - Zwischendurch. Erste Versuche mit dem Heiteren, 1975. u.a. Daneben sind zahlreiche Tonträger mit seinen Texten erschienen, z.B. Am besten nichts Neues. Eine akustische Autobiographie, 1967

Auszeichnungen:

"Kabarettring", 1948